Glückliche Zeiten - Alan Ayckbourn
Premiere 11.Oktober 2007
Gerry: (...) Trotzdem - wisst ihr - es gibt im Leben Momente - ganz selten - da merkt man ganz genau, dass sie zu den glücklichen Momenten gehören. (...) Und manchmal ist man so damit beschäftigt, sich über das Morgen Gedanken zu machen oder über das Gestern nachzudenken, dass man diese Augenblicke gar nicht wahrnimmt.
Anfangen, wo etwas aufhört. Am Anfang steht das Ende einer ganz normale Familienfeier: Laura, die Frau des Bauunternehmers Gerry Stratton, feiert ihren 54. Geburtstag im Stammrestaurant der Familie. Neben Ehemann Gerry haben sich ihr Sohn Glyn und dessen Frau Stephanie eingefunden - die beiden versuchen gerade, ihre brüchige Ehe zu retten und sich gemeinsam auf einen Neuanfang einzulassen. Der zweite Sohn Adam hat an diesem Abend seine - nicht standesgemäße - Freundin, die Friseurin Maureen („Und was ist verkehrt an einer Friseuse?“) zum ersten Mal der Familie vorgestellt. Zwischen Dessert, Espresso und Digestif werden offene und verborgene Bosheiten ausgetauscht, schwelende Konflikte und Probleme werden kleingeredet oder totgeschwiegen.
Am Ende der Feier bricht Ayckbourn dann die Einheit der Zeit radikal auf: Während die Eltern noch zwei Stunden im Lokal bleiben, erleben wir an einem anderen Tisch wie sich die Beziehung von Glyn und Stephanie in den zwei folgenden Jahren entwickeln wird, während wir an einem dritten Tisch Adam und Maureen über zwei Monate hinweg Schritt für Schritt zurückbegleiten bis zu dem Abend, an dem die beiden sich kennenlernten. Das Stück endet mit dem Beginn des Geburtstagsfests, doch das Wissen um ihre Vergangenheit und ihre Zukunft, verändert - rückwirkend - den Blick auf die sechs Figuren. Auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück merken sie oft nicht, wenn sie ihm ganz nahe sind.
Es spielen: Anette Achtzehnter Ulrike Auras, Angie Brinkmann, Anton Demarczyk, Georg Eggers, Anja Messerschmidt, Hans Schlicht
Bühne: Cornelia Kühnel
Licht: Jo Hübner, Cornelia Kühnel
Musik: Christopher Fellinger
Kostüme und Maske: Maja Vasic
Plakat und Postkarte: Carsten Abelbeck
Regie: Christian Auras